Barrierefreier ÖPNV

Der ÖPNV soll bis 2022 "vollständig barrierefrei" sein

Das klingt sehr weitgehend und ist es auch. Die Auslegung des Begriffs und der damit intendierte Umbauaufwand ist ein hochgesetztes Ziel, dass nicht so schnell realisierbar ist.

Völlig neu ist diese Aufgabe jedoch nicht. Die Neureglung in § 8 Abs. 3 PBefG legt nun allerdings ein Regel/Ausnahme-Prinzip (in der Regel barrierefrei, Ausnahmen sind zu begründen) fest und setzt eine Frist zur Umsetzung des Ziels bis 2022.

Der Begriff "vollständig barrierefrei" zielt auf ein umfassendes und flächenhaftes Modell. Die Barrierefreiheit muss für alle Nutzergruppen angeboten werden, auch für zeitweise mobilitätseingeschränkte Menschen, wie Personen mit großem Gepäck, mit Kinderwagen oder Ortsunkundige – eben Zugänglichkeit für alle Fahrgäste ("Design für Alle"). Außerdem sollte die gesamte Reisekette im ÖPNV behinderungsfrei sein. 

Die Schaffung von "Barrierefreiheit" ist als Prozess zu verstehen. Hier gilt es Prioritäten zu setzen, Stufenlösungen zu realisieren sowie ggf. (zeitweise) Ausnahmen zu begründen. Neben dem barrierefreien Zugang zu Haltestellen und Fahrzeugen sind auch barrierefreie Informationen zur Nutzung des ÖPNV und der barrierefreie Aufenthalt in den Fahrzeugen in den NVPs zu beschreiben. Ein barrierefreies Ticketing wäre eine Wohltat für alle ÖPNV-Nutzer. Das elektronische Ticket könnte hier ein Schritt in die richtige Richtung sein. Ein Fahrkartenschalter ist, durch die Möglichkeit der direkten Beratung, eine bessere Lösung als ein Automat. Eine vollständig barrierefreie Lösung wäre eine Nahverkehrsabgabe zur Finanzierung einer fahrscheinfreien ÖPNV-Nutzung: Völlig frei vom Zwang, sich in Tarifen auskennen zu müssen, könnte dies eine ideale Umsetzung der Design-für-Alle-Idee sein.

Ob Sie im Rollstuhl sitzen oder auf einen Rollator angewiesen sind…

Wir möchten den in Ihrer Mobilität eingeschränkten Fahrgästen so viel Komfort wie möglich bieten. Die barrierefreie Gestaltung der Haltestellen und Fahrzeuge im Landkreis Weißenburg Gunzenhausen wird im neuen Nahverkehrsplan, der im Sommer 2019 in Kraft treten wird, verankert. Schließlich sollen Busse, Bahnen, Haltestellen und Bahnhöfe für Sie problemlos zugänglich sein.

Stadtverkehr in Gunzenhausen

Im Stadtverkehr Gunzenhausen versuchen wir seit vielen Jahren die Hindernisse für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen so gering wie möglich zu halten. Die eingesetzten Busse sind mit Rollstuhl und Behindertengerechten Sitzplätzen ausgestattet. Große und Kontrastreiche Haltestellenknöpfe erleichtern den Fahrgästen Ihre Haltewünsche zu äußern. Dazu kommt eine optische und akustische Haltestellenansage in den Bussen. Rollstuhlfahrern ermöglichen wir mit einer Rollstuhlrampe einen barrierefreien Zugang.

Haltestellen im Stadtgebiet

Im Stadtzentrum und im Ortsteil Frickenfelden stehen den Fahrgästen 48 Haltestellen mit 66 Steigen zur Verfügung. Hier sind die Haltestellen Steingass, Marktplatz und Rathausstraße komplett barrierefrei eingerichtet. In 2018 ist die Haltestelle Schulstraße in Frickenfelden dazu gekommen. Elf weitere Steige verfügen über eine erhöhte Bordsteinkante von ca. 18 cm. Bei diesen Haltestellen muss nun eine taktile Leiteinrichtung eingebaut werden um auch diese Haltestellen als barrierefrei zu klassifizieren. Die Stadtverwaltung investiert im Haushaltsjahr rund 100.000 Euro für den Haltestellenumbau im Stadtgebiet. 

Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg hat im Frühjahr 2018 ein Haltestellenkatasters für alle Bushaltestellen im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen und somit auch für den Stadtbusverkehr in Gunzenhausen aufgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Haupt- und Bauamt sowie dem Leiter des Stadtbusverkehrs wurde die Aufstellung weiter priorisiert, so dass in den nächsten Jahren fast alle Haltestellen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Gunzenhausen umgebaut werden.

Stadtbusbüro barrierefrei

Auch die Stadtwerke als Betreiber und Koordinator des Stadtbusverkehrs in Gunzenhausen haben Ihre Augenmerk auf den barrierefreien Zugang zum Stadtbusbüro gelegt. So wurde zu Jahresbeginn 2018 das Stadtbusbüro aus dem 1. Obergeschoss ins Erdgeschoss verlegt. So ist ein barrierefreier Zugang für alle Kunden geschaffen worden.

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